Sie sind ein wachsendes E-Commerce-Unternehmen? Haben Sie alles unter Kontrolle!

Oct 11, 2020

Als Inhaber eines wachsenden Webshops kommt eine Menge auf Sie zu. Ihre Hände sind mit der Abwicklung von Bestellungen beschäftigt, und in der Zwischenzeit müssen Sie Ihren Lagerbestand auf dem neuesten Stand halten. Wenn Sie eine bessere Marge erzielen wollen, dann sollten Sie diese fünf Herausforderungen in Betracht ziehen. 

Eine der größten Herausforderungen eines wachsenden Webshops ist es, den Überblick zu behalten. Am Anfang gelingt das gut, aber sobald die Zahl der (unterschiedlichen) Produkte zunimmt, wird es schwieriger. Wo sind welche Produkte vorrätig? Was soll ich bestellen? Ist meine Excel-Tabelle noch korrekt? Das Wachstum wird umso komplizierter, je schneller es sich vollzieht. Bleiben Sie hinter den Tatsachen zurück? Versuchen Sie dann, bestimmte Vorgänge zu automatisieren. Es gibt verschiedene Softwarelösungen, die Ihnen eine Menge Arbeit abnehmen können. Auf diese Art gewinnen Sie an Tempo und reduzieren Fehler.

Einkaufsprozess

Umso mehr Produkte Sie verkaufen, um so größer ist Ihr Wunsch, diese auf Lager zu haben. Denn ein “Nein” zu verkaufen, ist letztlich eine Katastrophe. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Lagerbestand proportional zum Umsatz wachsen muss. Je größer Sie sind, desto flexibler sind Sie, um häufiger zu bestellen und so auf Markttrends reagieren zu können. Die Lagerung großer Bestände geht zu Lasten Ihres Betriebskapitals, also Geld, das für SEO-Optimierung oder Marketing ausgegeben werden könnte. Das bedeutet jedoch nicht, dass große Aufträge nicht in Frage kommen. Bei einigen Produkten, wie z.B. Telefonhüllen, kann es sogar klug sein, große Mengen auf einmal zu kaufen, da die Lagerung sehr wenig kostet. Als Webshop-Besitzer liegt es an Ihnen, eine wirksame Strategie zu entwickeln. Grundsätzlich gilt, dass Webshop-Besitzer, die gefühlsmäßig einkaufen, im Durchschnitt etwa 30 % ihres Lagerbestands sparen. Wichtigster Tipp: Lassen Sie sich nicht zu Rabatten für große Mengen verleiten und kaufen Sie Lagerbestände, die höchstens mehrere Monate reichen.

 Restposten

Restposten sind Waren, deren Verkauf unwahrscheinlich ist und die in der Regel das Ergebnis einer zu großen Lagerhaltung sind. Es gibt kaum etwas Nervigeres, als Produkte in einem Lager zu halten, die nicht mehr verkauft werden können. Deadstock ist jedoch ein Teil des Spiels. Als ambitionierter Unternehmer wagen Sie es, Risiken einzugehen. Sie wollen schließlich nicht ausverkauft sein und Ihre Kunden nicht verärgern. Doch leider ist nicht jedes gekaufte Produkt ein Erfolg, und es ist wichtig zu wissen, wie man Deadstock reduziert. Sie müssen sorgfältig über Ihre Einkäufe nachdenken, beobachten Sie, welche Produkte sich gut verkaufen und welche nicht. Beobachten Sie die Konkurrenz und berücksichtigen Sie Markttrends. Zusammengefasst: Kaufen Sie nicht zu viele Produkte, die Sie nie wieder verkaufen werden. Sie können diese Daten in einer Excel-Tabelle verwalten, bis Ihr Unternehmen gewachsen ist, und dann bietet Spezialsoftware eine umfassendere Lösung.

 Lagerplatz

Für viele Webshop-Besitzer ein durchaus bekanntes Szenario: Wenn die Garage (Ihres Vaters) nicht mehr ausreicht, müssen Sie sich entscheiden, welche Art von Räumlichkeiten Sie mieten möchten. Wie viel Platz brauchen Sie? Und an welchem Standort? Im Idealfall wählen Sie als Webshop-Besitzer ein flexibles Gebäude, in welchem Sie je nach Lagerbestand mehr oder weniger Platz mieten. Am besten auch mit einer kurzen Mietdauer. In einigen Fällen kann es eine Lösung sein, einfach eine Fläche zu mieten. Wenn Sie in Erwägung ziehen, in Zukunft ein Geschäft oder einen Abholpunkt zu eröffnen, dann ist es ratsam, sich im Voraus über den Standort Gedanken zu machen. Aus Kostengründen mag ein Gebäude in einem verlassenen Industriegebiet ein kluger Schachzug sein, es ist jedoch kein attraktiver Standort für einen Pick-Up-Point oder ein Geschäft. Zur Verdeutlichung: In den Regionen Friesland und Twente ist die Miete weitaus günstiger (im Durchschnitt rund 30 Euro pro Quadratmeter pro Jahr) als in Den Haag, Gooi und Eemland (im Durchschnitt mehr als 45 Euro pro Quadratmeter pro Jahr). Sind Sie flexibel, dann können Sie sich auch dafür entscheiden, den gesamten Logistikprozess an ein Unternehmen wie Active Ants oder Hexspoor E-fulfilment u.a. zu übertragen, die umfassende Fulfillment-Lösungen anbieten. 

Zeit

Mit steigender Größe benötigen Sie mehr Zeit, um Bestellungen korrekt zu bearbeiten. Außerdem müssen Sie Ihr Lager auf dem neuesten Stand halten und dafür sorgen, dass alles am richtigen Ort ist. Mit zunehmender Auftragslage wird es immer schwieriger, einen reibungslosen Ablauf aller Prozesse zu gewährleisten. Ihre Prozesse sollten daher so strukturiert sein, dass kein Chaos entsteht. Zum Beispiel sollten wöchentliche Bestandskontrollen durchgeführt und die Lagerbestände erfasst werden, um eine mögliche Eskalation von Problemen zu verhindern. Fazit: Es genügt nicht mehr, intuitiv zu handeln und von der Garage Ihres Vaters aus zu arbeiten. Den Überblick behalten, den Lagerbestand planen, Fehlbestände reduzieren, das Unternehmen wachsen lassen und dafür sorgen, dass Sie genügend Zeit haben, alles richtig zu machen – dies sind die Herausforderungen eines wachsenden Webshops. Wenn Sie Schwierigkeiten vermeiden wollen, dann sorgen Sie dafür, dass Ihre Arbeitsabläufe mit Ihnen wachsen. Ein Gratis-Tipp: Sie können viele (drohende) Probleme schnell lösen, wenn Sie Ihre Lagerverwaltung mit einem Lagerverwaltungssystem (WMS) wie Picqer oder Fulfillment Software automatisieren. Angebote gibt es bereits ab 100 Euro pro Monat.

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